Die Tochter von Prinzessin Beatrice, Sienna Elizabeth Mapelli Mozzi, nimmt innerhalb der königlichen Familie eine eher ungewöhnliche Stellung ein: Sie besitzt einen Adelstitel aus der aristokratischen italienischen Linie ihres Vaters, während ihre Cousins, die Söhne von Prinzessin Eugenie, überhaupt keine Titel tragen.

Sienna wurde im September 2021 als Tochter von Prinzessin Beatrice und ihrem Ehemann Edoardo Mapelli Mozzi geboren. Obwohl sie keinen von der britischen Monarchie verliehenen Königstitel besitzt, ist Sienna aufgrund der aristokratischen Herkunft ihres Vaters technisch gesehen eine „Nobile Donna“ (was übersetzt „Edle Frau“ bedeutet). Edoardo ist ein Graf italienischen Adels, und als solcher sind seine Kinder berechtigt, diese erblichen Titel weiterzuführen, obwohl Italien den Adel in seinem Rechtssystem offiziell nicht mehr anerkennt. Dennoch hat die Tradition nach wie vor einen kulturellen Wert und verleiht Siennas Identität eine einzigartige Facette. Obwohl sie nach britischem Königshaus nicht als „Prinzessin“ bezeichnet wird, hat sie einen adeligen Hintergrund, der sie mit der europäischen Aristokratie verbindet.
Im Gegensatz dazu tragen Prinzessin Eugenies zwei Söhne – August Philip Hawke Brooksbank, geboren 2021, und Ernest George Ronnie Brooksbank, geboren 2023 – überhaupt keine Titel. Dieser Unterschied rührt vor allem daher, dass ihr Vater, Jack Brooksbank, ein Bürgerlicher ist und weder aus Adel noch aus Aristokratie stammt. Darüber hinaus hat die britische Königsfamilie in den letzten Jahren generell einen moderneren Ansatz verfolgt und sich dafür entschieden, Titel nicht an Personen zu vergeben, die weiter von der Thronfolge entfernt sind. Da weder Beatrice noch Eugenie berufstätige Royals sind und beide eher private Rollen in der Gesellschaft einnehmen, wachsen ihre Kinder in einem gewöhnlicheren Leben abseits des öffentlichen Rampenlichts auf.
Ein weiterer Grund für Siennas besondere Situation ist die Tatsache, dass in der britischen Monarchie Titel traditionell nur in männlicher Linie weitergegeben werden. Das bedeutet, dass Titel nicht automatisch über die Mutter an Kinder weitergegeben werden, es sei denn, der regierende Monarch beschließt, spezielle Patente auszustellen. Obwohl Beatrice und Eugenie also beide Prinzessinnen sind, sind ihre Kinder nicht automatisch Prinzen oder Prinzessinnen. Dieselbe Regel galt auch für Prinzessin Annes Kinder Peter und Zara, die trotz ihrer Enkelschaft von Königin Elisabeth II. keine königlichen Titel erhielten – weil sie von einer Tochter und nicht von einem Sohn der Monarchin geboren wurden.
Prinzessin Beatrice und Edoardo scheinen eine Mischung aus Tradition und Moderne zu pflegen. Obwohl sie Sienna nicht mit einem aktiven Königstitel erziehen, verleiht die Anspielung auf ihren italienischen Adel ein bedeutsames, wenn auch unkonventionelles Erbe. Es spiegelt auch einen breiteren Wandel in der königlichen Familie wider – eine Balance zwischen Geschichte und dem Wunsch, der nächsten Generation eine privatere und geerdetere Erziehung zu bieten.
Letztlich zeigt der Kontrast zwischen Siennas ererbter Adelsidentität und dem titellosen Status von Eugenies Kindern, wie vielfältig und entwicklungsfähig königliche Bräuche sein können, insbesondere wenn sich die Familie an eine sich verändernde Welt anpasst.