OFFIZIELL: Die Blackbox des verunglückten Supersportwagens von Diogo Jota wurde seziert – Kurve mit 120 km/h, Kollision mit Wildtieren auf der Straße, Polizei bestätigt, dass der Unfall NICHT durch einen platten Reifen verursacht wurde

In einem entscheidenden Update, das das Verständnis des tragischen Unfalls, bei dem der portugiesische Fußballstar Diogo Jota und sein Bruder Andre ums Leben kamen, dramatisch verändert, haben die spanischen Behörden offizielle Ergebnisse der geborgenen Blackbox des Lamborghini veröffentlicht.
Der Hightech-Datenrekorder – auch Event Data Recorder (EDR) genannt – wurde von Forensikern in Zamora sorgfältig aus dem Wrack geborgen. Nach wochenlanger sorgfältiger Analyse ermöglichte sein Inhalt den Ermittlern eine sekundengenaue Rekonstruktion der letzten Momente vor dem tödlichen Absturz.
Dem Bericht der Verkehrseinheit der Guardia Civil zufolge befuhr der Lamborghini Huracán eine sanfte Kurve mit rund 120 km/h – etwas über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, aber für diesen Straßentyp nicht zu hoch –, als eine unerwartete Gefahr auftauchte. Die Daten des Flugschreibers sowie Aufnahmen der Dashcam eines in einiger Entfernung hinter ihm fahrenden Fahrzeugs bestätigten, dass ein großes Tier – vermutlich ein Wildschwein oder ein Hirsch – plötzlich die Autobahn N-525 überquerte und dem Supersportwagen direkt in den Weg fiel.
Jota versuchte offenbar, dem Tier auszuweichen. Die Telemetriedaten der Blackbox zeigten einen scharfen Lenkeinschlag und einen sofortigen Anstieg der seitlichen G-Kraft, gefolgt von schnellen Korrekturbewegungen. Innerhalb von knapp zwei Sekunden berührte das rechte Vorderrad den unebenen und mit Schotter behafteten Seitenstreifen. Dadurch geriet der Lamborghini ins Schleudern, verlor die Bodenhaftung und prallte gegen eine Metallleitplanke.
Der Bericht schloss eine frühere Theorie, wonach ein geplatzter Reifen die Hauptursache gewesen sei, ausdrücklich aus. Die Ermittler fanden vor dem ersten Lenkmanöver keine Hinweise auf eine Reifenpanne oder einen Druckverlust . Eine separate Inspektion durch Reifeningenieure bestätigte, dass alle vier Pirelli-Hochleistungsreifen bis zum Zeitpunkt des Aufpralls den korrekten Druck hatten.
„Das war ein klassisches Ausweichmanöver“, sagte Captain Luis Moreno von der Verkehrspolizei Zamora. „Bei hoher Geschwindigkeit zwingt ein plötzliches Hindernis – in diesem Fall ein Wild – zu einem instinktiven Ausweichen. Bei leistungsstarken Sportwagen können selbst kleine Richtungsänderungen das Fahrzeug destabilisieren. Leider verstärkten die Straßenverhältnisse den Kontrollverlust noch.“
Die Polizei betonte zudem, dass Kollisionen mit Wildtieren auf diesem Straßenabschnitt, der durch Waldgebiete und ländliche Gebiete führt, eine bekannte Gefahr darstellen. Anwohner forderten wiederholt verstärkte Zäune und Wildtierwarnsysteme – Anliegen, die nach dieser spektakulären Tragödie nun noch dringlicher werden könnten.
Unterdessen trauern Diogo Jotas Familie, Teamkollegen und Fans weltweit weiter. Die Ergebnisse bieten zwar schmerzhafte Klarheit, entlasten Jota aber auch von der Schuld an technischer Fahrlässigkeit. Die sozialen Medien wurden mit Nachrichten wie diesen überflutet: „Es war also kein rücksichtsloses Fahren oder ein geplatzter Reifen – es war ein Unfall, den niemand hätte vorhersehen können. Herzzerreißend.“
Da die offizielle Ursache nun feststeht, planen die spanischen Behörden, den Fall in den kommenden Wochen offiziell abzuschließen. Dennoch hinterlässt diese Enthüllung quälende „Was wäre wenn“-Fragen über eine kurze Wendung des Schicksals und erinnert daran, wie anfällig selbst die Besten der Welt für den unberechenbaren Lauf der Natur sein können.