Mit Erreichen seines 40. Lebensjahres hat Prinz Harry endlich über einen der tragischsten und prägendsten Momente seines Lebens gesprochen – den Tod seiner Mutter, Prinzessin Diana. In einem sehr persönlichen und emotionalen Interview enthüllte der heute 40-jährige Harry die seiner Meinung nach „wahre Geschichte“ hinter den Ereignissen, die zu diesem Verlust führten, der sein Leben für immer veränderte.
Jahrzehntelang spekulierte die Welt über den tragischen Autounfall in Paris am 31. August 1997, der der „Prinzessin des Volkes“ das Leben kostete. Offizielle Berichte führten den Unfall auf eine Kombination aus rücksichtslosem Fahren eines betrunkenen Chauffeurs und unerbittlicher Paparazzi-Verfolgung zurück. Doch Prinz Harry hegte stets Zweifel – und Schmerz –, die weit über die offizielle Darstellung hinausgingen.

In einer neuen Dokumentarserie, die er mitproduziert hat, spricht Harry offener als je zuvor. „Jahrelang wurde mir gesagt, ich solle schweigen. Ich solle in Stille trauern. Ich solle die offizielle Version akzeptieren“, sagt er. „Aber ich konnte es nie. Ich war noch ein Junge, und alles an dieser Nacht fühlte sich falsch an.“
Was ihn laut Harry am meisten verfolgt hat, war nicht nur die Art und Weise, wie Diana starb, sondern auch der Umgang mit ihr in den Jahren vor ihrem Tod. Er behauptet, die Einmischung der Presse, die Gleichgültigkeit des Königshauses und der mangelnde Schutz ihrer Sicherheit hätten allesamt zu dem tragischen Ausgang beigetragen. „Sie wurde gejagt. Sie wurde wie ein Spektakel behandelt, nicht wie ein Mensch. Selbst als sie um Privatsphäre bat, folgten sie ihr. Und als sie starb, änderte sich nichts.“
Harry verriet auch, dass er mit Anfang 20 heimlich Paris besucht und durch den Tunnel gelaufen sei, in dem sich der Absturz ereignete. „Ich musste es mit eigenen Augen sehen“, sagte er. „Ich musste spüren, was sie gefühlt haben könnte. Das war der Moment, in dem ich die offizielle Version nicht mehr glaubte.“
Eines der schockierendsten Eingeständnisse im Interview war Harrys Andeutung, Diana sei sowohl von der Monarchie als auch von den Medien im Stich gelassen worden – und das Schweigen über ihren Tod diene dem Schutz mächtiger Institutionen. „Der Tod meiner Mutter war nicht nur ein tragischer Unfall. Er war das Ergebnis eines Systems, das sie als Bedrohung ansah, nicht als Mutter, nicht als Mensch.“
Er erklärte, sein 40. Geburtstag habe ihn dazu gebracht, über sein Leben und sein Vermächtnis nachzudenken. Als Vater wolle er sicherstellen, dass seine Kinder Archie und Lilibet mit der Wahrheit aufwachsen – nicht mit der beschönigten Version, die der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Das Interview erregte internationale Aufmerksamkeit und entfachte Debatten über die Verantwortung des Königshauses, Presseethik und Verschwörungstheorien rund um Dianas Tod. Während einige Insider des Königshauses Harrys Aussagen als „schmerzhaft, aber fehlgeleitet“ abtaten, sehen andere darin eine längst überfällige Abrechnung.
Eines ist sicher: Prinz Harrys Stimme ist nicht länger verstummt. Und da er nun die Lebensmitte erreicht, ist er entschlossen, die Geschichte neu zu schreiben – nicht nur für sich selbst, sondern auch zu Ehren seiner verlorenen Mutter und der Wahrheit, nach der er nie aufgehört hat zu suchen.